Kaum eine Jahreszeit prüft Materialien so konsequent wie der Winter. Im Wechselspiel von Frost und Tauwetter wird deutlich, dass Beständigkeit kein Zufall ist, sondern das Ergebnis gesteinsphysikalischer Eigenschaften und präziser Oberflächenbearbeitung.
Während die Bausaison im Frühjahr bereits in den Startlöchern steht, zeigt die Realität auf unseren Straßen aktuell ihr ungeschminktes Gesicht. Frostperioden, Schnee und Streusalz fordern die Infrastruktur täglich heraus. In dieser Phase wird deutlich: Die Materialwahl ist keine reine Design-Frage. Sie ist eine strategische Entscheidung über Sicherheit, Dauerhaftigkeit und den Werterhalt unserer Städte.
Abgestimmt auf die spezifischen Anforderungen Ihres Projekts steht BESCO Ihnen beratend zur Seite, um den idealen Stein mit den passenden technischen Eigenschaften für Ihr Vorhaben auszuwählen. Besonders Hartgesteine eignen sich für starke Belastungen im Winter.
Hohe Witterungsbeständigkeit: Nachgewiesene Resistenz gegenüber Frost-Tau-Wechseln (gemäß DIN EN 12371:2010-07)
Beständigkeit gegen Tausalz: Die dichte Gefügestruktur machen den Stein unempfindlich gegenüber Tausalz im Winterdienst (gemäß DIN EN 1367-6).
Der Wechsel zwischen nächtlichem Frost und Tauwetter am Tag ist eine der größten Belastungen für Außenbeläge. Das Problem liegt in der Physik: Wasser dehnt sich beim Gefrieren um etwa 9 % aus. In einem wassergesättigten, geschlossenen Porensystem entstehen dadurch enorme Spannungen, die das Material von innen heraus schädigen können.
belgrano®-Hartgesteine wie Granit, Gabbro oder Gneis, zeichnen sich durch ein dichtes, feinporiges Gefüge mit sehr geringer Wasseraufnahme aus. Dadurch wird im Gebrauchszustand in der Regel kein kritischer Wassersättigungsgrad erreicht. Bei Frost kann sich gefrierendes Restwasser in vorhandene, nicht wassergesättigte Porenbereiche ausdehnen, ohne einen schädigenden Innendruck im Gesteinsgefüge zu erzeugen. Im Gegensatz zu kapillaraktiven, wassergesättigten Materialien bleibt die strukturelle Integrität von belgrano®-Hartgestein auch unter wiederholten Frost-Tau-Zyklen erhalten.

Ein Blick auf viele Gehwege im Spätwinter zeigt häufig bröckelnde Oberflächen und weiße Rückstände. Das Ausbringen von Tausalz ist für die Verkehrssicherheit unverzichtbar, stellt jedoch für zahlreiche Baustoffe eine erhebliche Beanspruchung dar.
Insbesondere bei zementgebundenen Belägen führt der wiederholte Kontakt mit salzhaltiger Feuchtigkeit zu chemisch-physikalischen Schädigungsmechanismen im Bindemittelgefüge. Gleichzeitig erhöht Tausalz die Anzahl kritischer Frost-Tau-Wechsel, da es die Eisbildung verzögert und Schmelzwasser verfügbar macht. Bei poröseren Materialien steigt dadurch der Wassersättigungsgrad, während verdunstendes Salzwasser zusätzlich einen zerstörerischen Kristallisationsdruck in den Poren ausübt.
belgrano®-Hartgesteine begegnen diesen Belastungen durch ihre natürliche Beschaffenheit. Die extrem hohe Gefügedichte verhindert weitestgehend das Eindringen von salzhaltiger Feuchtigkeit, wodurch die strukturelle Integrität des Steins gewahrt bleibt. Diese Beständigkeit wird durch Prüfungen gemäß DIN EN 1367-6 bestätigt und macht Granit, Gabbro & Co. zur idealen Wahl für Flächen mit intensivem Winterdienst.

Naturstein trägt die Rutschhemmung sozusagen in seiner DNA. Es wäre utopisch zu behaupten, dass Naturstein bei Eisregen jegliche Rutschgefahr eliminiert. Die mechanische Bearbeitung – wie Flammen oder Stocken – sorgt jedoch für eine permanente Mikrorauheit der Mineralkristalle. Für die Praxis bedeutet das zwei entscheidende Vorteile:
Verzahnung: Im Gegensatz zu glatten Oberflächen bieten die bearbeiteten Mineralkanten dem Schuhprofil (oder dem Streugut) auch bei Nässe und leichtem Frost mehr Angriffspunkte für Reibung.
Beständigkeit: Während sich künstliche rutschhemmende Beschichtungen durch Schneeschaufeln und Streusalz mit der Zeit abnutzen, bleibt die Rauheit beim Naturstein im Stein selbst verankert. Die geprüften Rutschhemmungswerte bleiben so über Jahre hinweg stabil, was auch das Haftungsrisiko für Kommunen kalkulierbarer macht.
Damit Außenflächen den Belastungen durch Frost und Streumittel dauerhaft standhalten, sind spezifische Nachweise unerlässlich. In unserer INFO-Reihe Naturstein-Prüfungen erklären wir die technischen Grundlagen, die für eine sichere Planung im Winter entscheidend sind:
Frostwiderstand (DIN EN 12371): Der wichtigste Nachweis für die kalte Jahreszeit. Erfahren Sie, wie Gesteine in bis zu 168 Frost-Tau-Zyklen ihre Beständigkeit gegen Abplatzungen und Rissbildung beweisen müssen.
Wasseraufnahme (DIN EN 13755): Entscheidend für die Frostresistenz. Wie das Sättigungsverhalten bestimmt, ob ein Stein bei Minusgraden stabil bleibt oder durch gefrierendes Wasser Schaden nimmt.
Rutschhemmung (DIN EN 16165): Sicherheit bei Nässe und Glätte. Warum die richtige Oberflächenbearbeitung und deren normgerechte Prüfung (z. B. Pendel- oder schiefe Ebene) für die Unfallprävention im Winter entscheidend ist.
Petrographie & Terminologie (DIN EN 12407): Die Analyse der Gesteinsstruktur. Wie wir mittels Dünnschliff unter dem Polarisationsmikroskop sicherstellen, dass die mineralische Zusammensetzung den Belastungen gewachsen ist.
Möchten Sie die technischen Kennwerte für Ihr Projekt vertiefen? Wir unterstützen Sie bei der Auswahl geeigneter Natursteine und Oberflächenbearbeitungen für winterliche Anforderungen. Kontaktieren Sie uns telefonisch, per E-Mail oder vereinbaren Sie eine online Beratung.
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