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Fußgängerzone in Albstadt: Vorzeigeobjekt aus Naturstein

Einst sah sich der Einzelhandel wegen der Verbannung der Autos aus Innenstadtstraßen fast in den Ruin getrieben, heute gelten Fußgängerzonen als urbane Visitenkarten. Doch bei der Gestaltung lauert die Gefahr folgenschwerer Fehler: Allen voran die falsche Entscheidung beim Belag.

In Albstadt, der 50.000-Einwohner-Kommune im Herzen der Schwäbischen Alb, hatte man bei der Planung der Fußgängerzone ganz klare Vorstellungen von diesem ambitionierten 20-Millionen-Euro-Projekt.

Eine minimalistische Ästhetik ohne ausufernde Möblierung sollte im Vordergrund stehen, damit vor allem der Belag zur Geltung kommt.

Entstanden ist ein Vorzeigeobjekt für alle Beteiligten. „Wir wollten das hochwertigste Material mit langlebiger Haltbarkeit, Maßgenauigkeit und Frostsicherheit angesichts der Witterungsverhältnisse auf der Alb“, berichtet Rainer Mänder, Erster und Baubürgermeister von Albstadt.

 

Von der hohen Qualität des Materials und der Verarbeitung konnten sich Auftraggeber und Planer im chinesischen Steinbruch persönlich überzeugen. Zudem spielte die Einhaltung ökologischer und wirtschaftlicher Standards eine ebenso große Rolle wie die Menschenrechte: „Wir haben uns vor Ort zertifizieren lassen, dass keine Kinderarbeit stattfindet“, bekräftigt Mänder die Bedeutung dieses Aspekts. Obendrein überwachte ein Geologe im Auftrag der Kommune Abbau und Zurichtung der Steine. Beispielsweise wurden alle Kanten von Hand bearbeitet, um bei der eng gefugten Verlegung spätere Abstoßungen an den Rändern zu vermeiden.

Mit der Planung und Gestaltung des Innenstadt-Areals wurden die Landschaftsarchitekten Planstatt Senner aus Überlingen und  Ernst & Partner aus Trier beauftragt. Zum Einsatz kamen insgesamt 11.000 m² Granitsteine in den Größen von 8 x 8 bis zu 33 x 66 cm, die nach Vorstellung der Planer wie ein Teppich für die gute Stube der Stadt wirken sollen.

Erreicht wurde dieser Effekt durch eine Verlegung von Hausfassade zu Hausfassade, die unterschiedlichen Formate und vor allem durch eine spezielle Bearbeitung der gelb-grauen Steine: Zwei Drittel sind gestockt, ein Drittel wurde geflammt. Weil der Einsatz des Flammenwerfers Farbigkeit und Glimmereffekt des Granits stärker hervorhebt, ergibt sich eine attraktive und lebendige Optik.

Qualität und Ästhetik im Einklang

Besondere Akzente setzen in der Marktstraße, dem Standort des schönen Jugendstil-Rathauses, und in der Oberen Vorstadt schmale Wasserrinnen als historische Zitate. Sie sind mit dunkelgrauem Granit ausgelegt, der auch für die Sitzbänke verwendet wurde. Außer der sparsamen Möblierung mit Bänken und einigen Skulpturen verstellt nichts die Wirkung des eleganten Straßenbelags.

Von der optimalen Zusammenarbeit aller Beteiligten zeugt eine Skulptur, die BESCO für die Fußgängerzone gestiftet hat: Zwei geschwungene Granitstelen, zwischen denen eine chinesische Inschrift zu bewundern ist. Ein Edelstahlschild liefert die Übersetzung: „Wenn Freunde aus der Ferne kommen, dann freut man sich.“ sagt Konfuzius.

Fußgängerzonen & Stadtplätze ● Gestaltungselemente

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