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Grüne Oase in Stuttgarts Stadtmitte – die neue Calwer Passage

Lesezeit. - 7 min



Die Calwer Passage ist der neue Hingucker in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart. Die unter Denkmalschutz stehende Passage ist seit 2023 mit neuem Konzept wieder geöffnet und ist seither der „place to be“ der Innenstadt. Für die Neugestaltung der Außenanlagen lieferte BESCO Granit aus regionalem europäischem Vorkommen.

Mehrjährige Umbaumaßnahmen lassen die Calwer Passage in neuem Glanz erstrahlen

In den Jahren 2018 bis 2022 durchlief die Passage eine umfassende Umgestaltung. Es erfolgte der Abriss des oberen Teils des Gebäudes aus den 1970er Jahren, der durch einen bis zu siebengeschossigen begrünten Neubau ersetzt wurde. Einzig die denkmalgeschützte Glaspassage und vereinzelte Teile des Untergeschosses blieben von den Abrissbaggern verschont und sind noch heute erhalten. Nach den mehrjährigen Umbaumaßnahmen erstrahlt der Gebäudekomplex nun in neuem Glanz: Heute beherbergt die Calwer Passage verschiedene Geschäfte, Cafés und Restaurants und lädt die Bewohner und Besucher der Stadt zum Flanieren und Verweilen ein. Zusätzlich dienen die Untergeschosse als integraler Bestandteil der belebten S-Bahn-Haltestelle Stadtmitte. Die oberen Etagen werden als Büro- und Wohnflächen genutzt.

 

Mischwald und Grünfassade prägen neues Bild der Stuttgarter Innenstadt

Die eindrucksvollen Fassaden des Wohn- und Geschäftshauses wurden mit Kletter- und Hängepflanzen bepflanzt. 2.000 Pflanzgefäße mit 11.000 Setzlingen unterschiedlicher Pflanzenarten wurden dafür in einer speziellen Konstruktion vor der Gebäudefassade platziert. Die Bepflanzung erfolgte in horizontaler und vertikaler Ausrichtung. Um das einfallende Licht nicht zu beeinträchtigen, wurde die Pflanzdichte vor den Büros moderat und dafür umso dichter vor den Treppenhäusern gestaltet. Das wohl prägendste Element ist ein kleiner Mischwald auf dem Dach der Passage. Schon jetzt sind die Bäume von Stuttgarts Straßen aus sichtbar und unterstreichen den Eindruck einer grünen Oase inmitten der Stadt. Außerdem lädt eine großzügige Hügellandschaft mit Terrassen und einer Kräuterwiese zum Entspannen und Tagträumen ein. Jede Pflanzenart wurde entsprechend ihrem Wuchsort an Fassade oder Dach sowie den spezifischen Bedingungen vor Ort ausgewählt. Unterschiedliche Blätter, Blütenformen und -farben schaffen das ganze Jahr über eine inspirierende, positive und gesunde Arbeits- und Wohnatmosphäre.

 

Geschäfte, Cafés und Restaurants laden zum Flanieren und Verweilen ein
(Foto: Achim Birnbaum)

 

Fassadenbegrünung verbessert Mikroklima und punktet mit vielen weiteren Benefits

Durch die Fassaden- und Dachbegrünung wurde ein lebendiger Stadtraum geschaffen, der ein natürliches und gesundes Klima fördert. Dies geschieht, indem die begrünten Flächen Kohlendioxid und Staub binden, Lärm reduzieren, die Biodiversität fördern und das allgemeine Wohlbefinden der Menschen stärken. Ihre größte Wirkung entfalten sie dabei durch die Verringerung des innerstädtischen Wärmeeffekts und die Speicherung von Regenwasser. Im Vergleich zu herkömmlichen Flächen, die sich vor allem im Sommer stark aufheizen und einen Teil der aufgenommenen Wärme über einen längeren Zeitraum abgeben, wirken begrünte Flächen als effiziente Energiewandler. Sie bleiben stets etwas kühler als die Lufttemperatur und tragen so dazu bei, den innerstädtischen Hitzeeffekt zu minimieren. Dies wirkt der bekannten sommerlichen Überhitzung von stark bebauten Gebieten, auch als der „Urban Heat Island“-Effekt bekannt, entgegen. Insgesamt trägt die Begrünung entscheidend dazu bei, das Mikroklima vor Ort zu verbessern und die Lebensqualität in städtischen Gebieten zu steigern.

 

Naturstein und Naturerlebnis – die ästhetische Symbiose

Im Rahmen der Baumaßnahmen für den Neubau und die Abdichtungsarbeiten der Bestandstiefgarage und U-Bahn-Passage wurde auch der Calwer Platz einer umfassenden Umgestaltung unterzogen. Die Umbauarbeiten der Außenanlagen wurden von Pfrommer + Roeder Freie Landschaftsarchitekten geplant. Das gesamte Areal wurde geräumt und erhielt eine neue Oberfläche aus gebundenem belgrano® Granitpflaster im Passé-Verband. Das zweifarbige Natursteinpflaster, geliefert von der BESCO Berliner Steincontor GmbH, integriert sich harmonisch in das natürliche, moderne und unverwechselbare Design der revitalisierten Calwer Passage. Der belgrano® Granit besticht nicht nur durch seine Robustheit, sondern auch durch zeitlose Eleganz und natürliche Schönheit.

Die Calwer Passage erstrahlt durch ihre grünen Elemente und auch dank des belgrano® Natursteins, der nicht nur ästhetisch ansprechend ist, sondern sich auch durch geprüfte Frost- und Tausalzbeständigkeit auszeichnet. Gerade in den kalten Stuttgarter Wintern ist dies von unschätzbarem Wert. Zudem zeigt sich belgrano® Granit äußerst robust und langlebig, was ihn ideal für einen viel besuchten Platz in einer lebhaften Stadtmitte macht. Das architektonisch unverwechselbare Pionierprojekt soll als wegweisendes Beispiel für eine grünere Zukunft in Stuttgart dienen. Der Einsatz von belgrano® Naturstein aus regionalem europäischem Vorkommen unterstreicht als einer der nachhaltigsten Baustoffe die Einzigartigkeit dieses revitalisierten Einkaufszentrums und rundet das Gesamtbild ab.

 

Gebundenes belgrano® Natursteinpflaster im Passé-Verband
(Foto: Achim Birnbaum)

 

Die Calwer Passage – einst modernstes Einkaufszentrum Deutschlands

Eröffnet im Jahr 1978 als neues Büro- und Geschäftshaus der Allgemeinen Rentenanstalt, galten die Calwer Passagen damals als das modernste Einkaufszentrum Deutschlands. Im Rahmen der städtebaulichen Umwandlung der Calwer Straße wurde das Gebäude in eine Fußgängerzone mit S-Bahn-Anschluss als prestigeträchtiges Projekt umgestaltet. Die denkmalgeschützte Struktur der Calwer Passage wurde beibehalten und bietet mit rund 20 kleinteiligen Ladengeschäften auch in Zukunft ideale Chancen für den inhabergeführten Einzelhandel in bester Innenstadtlage.

(Foto Titelbild: Achim Birnbaum)

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Dieser Artikel ist in der November-Ausgabe 2021 der TASPO GARTEN-DESIGN erschienen.

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