Historisches Zentrum Potsdams rekonstruiert

 

Potsdams historisches Zentrum am Alten Markt ist dabei, seinen alten Glanz wiederzugewinnen. Nach der Rekonstruktion des Stadtschlosses und des Palazzo Pompei, der Sanierung des Marmorobelisken und den Umbauten des Alten Rathauses und des Knobelsdorffhauses erstrahlt seit Januar 2017 auch das Palais Barberini wieder im alten Glanz. Das Berliner Steincontor BESCO war mit seinen belgrano® Natursteinen an der Wiedererrichtung dieses Architektur-Juwels im Herzen der brandenburgischen Landeshauptstadt beteiligt.

Das 1771/72 nach Entwürfen Carl von Gontards als klassizistisch-barockes Bürgerhaus errichtete Palais Barberini war Teil der repräsentativen Neugestaltung des Potsdamer Stadtzentrums in der Mitte des 18. Jahrhunderts nach Vorgaben von König Friedrich II. von Preußen. Für die einzelnen Gebäude griff der König oft auf ausländische Vorbilder zurück. Beim Palais Barberini bestimmte der Monarch den Palazzo Barberini in Rom zur inspirierenden architektonischen Vorlage, ohne ihr aber 1:1 zu folgen. Das Palais Barberini war zum Alten Markt mit dem Stadtschloss und der Nikolaikirche hin ausgerichtet. Es bildete seinen südöstlichen Abschluss und gehörte zu den letzten unter Friedrich II. entstandenen Bauten an der Platzanlage. Um 1850 wurde das Palais umgebaut und um zwei rückseitige Seitenflügel erweitert. Neben seiner Funktion als Wohnhaus diente das Palais danach bis 1945 als Stätte des öffentlichen Lebens in Potsdam: Ateliers, Konzertsäle, ein Kino, die Stadtbücherei und eine Jugendherberge, aber auch Teile der Stadtverwaltung fanden in dem prachtvollen Gebäude ihren Platz.

Beim Luftangriff der Alliierten am 14. April 1945 und den Gefechten bei der Eroberung durch die Rote Armee wurde das Palais Barberini weitgehend zerstört; die Ruine wurde 1948 gesprengt und abgetragen. Zu DDR-Zeiten wurde das Areal lediglich als Grünfläche und Parkplatz genutzt. Als 2005 die Wiederherstellung der früheren Bebauung um den Alten Markt beschlossen wurde, erlaubten die erhaltenen Unterlagen beim Palais Barberini eine originalgetreue Rekonstruktion der Platzfassaden und der Hoffassade des Mittelbaus sowie die Einhaltung der ursprünglichen Kubatur. Daher konnte es zwischen 2013 und 2016 in einer äußerlich weitgehend am Original orientierten Form wiedererrichtet werden.

Finanziert wurde die Realisierung des Projektes durch den Software-Unternehmer und Mäzen Hasso Plattner. Das Palais Barberini beherbergt seit seiner Neueröffnung das „Museum Barberini“ und knüpft damit an die kulturelle Tradition des Hauses an. Neben Wechselausstellungen mit dem Schwerpunkt Impressionismus sind vor allem Kunst der DDR sowie deutsche und internationale Kunst nach 1989 aus der Privatsammlung der Hasso-Plattner-Förderstiftung zu sehen. Der britische Guardian zählte das Museum zu den weltweit wichtigsten Eröffnungen des Jahres. Der Verein „Stadtbild Deutschland“ verlieh dem Wiederaufbau des Palastes Barberini den Titel „Gebäude des Jahres 2016“ – beides Zeichen für die hohe Qualität der Rekonstruktion.

BESCO war ein wichtiger Partner bei der Instandsetzung das Palais Barberini und den von Georg von Gayl entworfenen Außenanlagen. Der Berliner Naturstein Projektpartner lieferte für die Pflaster- und Plattenflächen sowie die Sockel-, Treppen- und Sitzelemente im Innenhof projektspezifisch hergestellten beige-gelblichem Granit aus seinem bewährten und qualitativ hochwertigen belgrano® Naturstein-Sortiment. Auch die Pflastersteine für den Vorplatz stammen vom Berliner Steincontor BESCO GmbH. Als Projektpartner für Natursteine hat BESCO den gesamten Materialauswahlprozess der Außenanlagen in der Planungsphase begleitet und für die passende Bemusterung, die technische Klärung sowie die Kostenermittlung gesorgt.

Das Palais Barberini ist nicht das einzige Projekt, an dem BESCO im Rahmen der Neugestaltung des historischen Zentrums von Potsdam beteiligt war: Die insgesamt 4.000 m² rotbunten Pflasterflächen für den Vorplatz und den Alten Markt sowie der Bodenbelag vor dem Neuen Landtag im rekonstruierten Stadtschloss kommen ebenfalls aus dem Sortiment des Spezialisten für Großprojekte und besondere Anforderungen. BESCO hat auf diese Weise dabei mitgeholfen, einen der einst schönsten barocken Plätze Deutschlands wiederzubeleben.

belgrano® Natursteine von BESCO werden nach Fairstone-Richtlinien hergestellt. Dies steht für die Zusicherung, dass die Produkte ohne Kinder- und Zwangsarbeit und unter Beachtung der Sicherheit und Gesundheit der Arbeiter hergestellt werden. belgrano® Natursteine können auf Anfrage mit „Tracing Fair Stone“ bis zur Fabrik zurückverfolgt werden. Bei ihrer Herstellung wird auf den Umweltschutz geachtet. BESCO verfügt über ein eigenes Inspektionsteam in Asien, welches die Qualität der Ware und die Einhaltung aller Anforderungen und technischen Spezifikationen prüft. belgrano® Material ist also sowohl unter ökologischen (Fertigung, Transport) als auch ökonomischen (Lieferung on demand ohne Lager, Transport per Schiff bei asiatischer Ware) Gesichtspunkten äußerst vorteilhaft.